Dieter, meine neue große Liebe

Seit ein paar Wochen bin ich frisch verliebt. Sein Name ist Dieter, also eigentlich heißt er „Klein Dieter“, denn er ist noch ziemlich jung und es wird dauern, bis er seine vollen Kräfte ausgebildet hat und mir herrlich fluffige Backerlebnisse bescheren wird.

Die Rede ist natürlich nicht von einem neuen Mann, sondern von meinem „Lievito Madre“ (=LM), meinem neu angesetzten italienischen Sauerteig aus Dinkelmehl 😊.

LM ist ein Multitalent: Man kann ihn in vielen verschiedenen Rezepten einbauen. So passt er nicht nur in jede Art von Brotteig (egal, ob hell oder dunkel) und macht Pizza locker, leicht und bekömmlich, sondern ist auch für die Zubereitung von süßen (Hefe-)Teigen bestens geeignet – hier seien z.B. die italienischen „Mehlspeisenklassiker“ Panettone & Colomba erwähnt.

Darf ich also vorstellen?! Hier ist er …

Lievito madre, natürliches Triebmittel, Dinkelmehl, italienischer Sauerteig, bekömmlich, backen ohne Hefe, mit Sauerteig, LM, Anstellgut, selbst gemacht, Brot backen, Pizza, Panettone, Colomba

Dieter, mein Dinkel – LM ❤️

Hergestellt nach einer Anleitung, die ich hier (klick)* gefunden habe (ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Heidi vom Foodcoach-Blog* für diesen Tipp!). Von den vier angegebenen Möglichkeiten habe ich die erste Variante gewählt: LM in 25 Tagen. Zeit hatte ich ja 😊!

Als die 25 Tage vergangen waren, musste ich aber feststellen, dass mein LM nicht wirklich arbeiten und wachsen wollte, wie er eigentlich sollte. Auch nicht, nachdem ich ihn ein paar Mal gefüttert hatte. Also holte ich mir weitere Tipps aus dem Netz: Sobald ich Dieter dann mit ein wenig Vollkorn-Dinkelmehl und einer Löffelspitze Honig verwöhnt und es ihm kuschelig warm gemacht hatte, erwachte er aus seinem Prinzenschlaf und begann ENDLICH größer und größer zu werden … [Fortsetzung folgt 😉!]

*Verlinkungen mit externen Internetseiten.

***

Die Reste, die bei den „Fütterungen“/Auffrischungen angefallen sind, habe ich regelmäßig (jeweils in Kombination mit ein wenig frischer Hefe) verbacken. Hier ein Beispiel …

Backinspiration für die Verwendung von „Fütterungsresten“

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Mohn – Powidl – Kranz

Backen mit LM, Lievito madre, in Kombination mit Hefe, Mohnkranz mit Powidl, fluffig, bekömmlich, Backtrend, Resteverwertung, Fütterungsrest, Reste von Sauerteigauffrischungen

Zutaten:
500 g Mehl (hier: halb Weizen griffig, halb Dinkel glatt)
1 Prise Salz
4 (gehäufte) EL Zucker
1 P. Vanillezucker
1 Ei
200 ml Milch, lauwarm
100 g Butter, geschmolzen
ca. 100 g Fütterungsrest direkt aus dem Kühlschrank (Tag 22) + 1/4 Würfel Hefe (statt normalerweise 1/2 Würfel) → die Gehzeit verlängert sich allerdings: statt 1 Stunde waren es dieses Mal 3 1/2 Stunden 😉

für die Füllung:
1/4 l Milch
4 EL Zucker
1 P. Vanillezucker
250 g Mohn, gemahlen
2 EL Semmelbrösel/Paniermehl
2 EL Honig
1 TL Zimt
2 EL Rum

außerdem: 4 – 5 EL Powidl/Pflaumenmus

für die Glasur:
125 g Staubzucker
1 – 2 EL warmes Wasser (oder Rum bzw. Zitronensaft)

Zubereitung:
Alle Zutaten für den Teig in eine Rührschüssel geben (die Hefe einfach mit den Fingern zerbröckeln) und mit den Knethaken eines Handmixers oder in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verarbeiten. Zudecken und 3-4 Stunden lang gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten: Hierfür Milch und (Vanille-)Zucker in einem Topf aufkochen. Die restlichen Zutaten hinzufügen, gut umrühren, dann den Topf von der Herdplatte nehmen und die Füllung auskühlen lassen.

Den Teig zu einem großen Rechteck ausrollen, mit der Mohnfülle bestreichen (dabei auf der oberen Längsseite einen ca. 5-6 cm breiten Rand lassen), mit einem Löffel darauf Powidl verteilen und aufrollen. Die Rolle der Länge nach mit einem scharfen Messer durchschneiden. Die zwei Hälften vorsichtig miteinander verdrehen (die Schnittstellen sollten oben liegen), anheben und in die Form legen. Zudecken und nochmals ca. 20 Minuten gehen lassen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 40 – 45 Minuten lang goldbraun backen.

Auf einem Tortengitter auskühlen lassen und glasieren. Für die Glasur einfach alle Zutaten mit einem Löffel glattrühren.

Backen mit LM, Lievito madre, in Kombination mit Hefe, Mohnkranz mit Powidl, fluffig, bekömmlich, Backtrend, Resteverwertung, Fütterungsrest, Reste von Sauerteigauffrischungen

→ Und für alle, die wissen wollen, warum mein LM „Dieter“ heißt: Diese süße Geschichte hier (klick!) hat mich dazu inspiriert 😉.

6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Heidi Hell sagt:

    Toll, dass du dich an die 25 Tage -Variante gewagt hast! 😀 Ich glaube Germteig mit Powidl muss bei mir auch bald gebacken werden!! 😋 LG Heidi

    Gefällt 1 Person

    1. Die 25 Tage sind eigentlich recht schnell vergangen – und Zeit hatte ich ja, die ich auf diese Weise sinnvoll genützt habe 😉 ! Vielen Dank nochmals für die Anregung! 🙂

      Liebe Grüße
      Daniela

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  2. Heidi Hell sagt:

    Sehr gerne, und danke für’s Verlinken!
    lg, Heidi

    Gefällt 1 Person

  3. Lopadistory sagt:

    Viel gutes Brot wünsche ich. Klein Dieter möge Luft in Deine Teige blasen …😉

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, das wünsch‘ ich mir 🙂 …

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