Auf den Wegen meiner Jugend bei 12 von 12


Vor Kurzem habe ich wieder einmal einen Tag in meiner Heimatstadt Linz verbracht! Aus beruflichen Gründen musste ich zu einer Veranstaltung, die ganz in der Nähe von meiner ehemaligen Schule stattfand. Ursprünglich wollte ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin fahren – wie früher auch, 8 Jahre lang.

Doch dann entschied ich mich anders. Ich hatte ausreichend Zeit und beschloss, zu Fuß zu gehen … und dabei ein paar Fotos zu machen, die ich nun im Rahmen des Fotoprojektes 12 von 12 mit euch teile.

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Rund 4 Kilometer lang beschritt ich also einen Weg, den ich davor nur vom Obus aus kannte. Unglaublich, was man auf diese Weise alles (wieder)entdeckt: viel Altbekanntes, aber auch viel Neues …

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Eine Stadt voller Veränderungen … und Gegensätze. Spannend, inspirierend, lebendig. Manchmal aber auch herrlich langweilig und still.

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Einiges von dem, was ich wahrnehme, vermittelt den Eindruck, als wäre es schon seit Ewigkeiten an derselben Stelle, scheinbar unverändert – und doch habe ich es erst jetzt zum ersten Mal bemerkt. Vielleicht, weil sich mein Blickwinkel verändert hat? Anderes wiederum erkenne ich wieder und doch erscheint es heute in einem ganz anderen Licht. Irgendwie bedeutungsvoller …

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Seltsam widersprüchliche Empfindungen machen sich breit: das Gefühl des „Hier-irgendwie-fremd-Seins“ gepaart mit der Gewissheit, in dieser Stadt einmal zu Hause gewesen zu sein …

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… und dann stehe ich vor meiner „alten“ Schule und fühle mich plötzlich wieder daheim. Wie viele Stunden, Tage, Wochen, Monate … habe ich hier verbracht?! Wie viele Erinnerungen!

Zu meinen Lieblingsgegenständen zählte das Freifach Kochen. In der Nase habe ich immer noch den Duft von frischgebackenen Köstlichkeiten, die wir im Unterricht bei Fr. Prof Neunteufel zubereitet haben. Bis heute hüte ich ihre (handgeschriebenen) Back- und Kochanleitungen wie einen Schatz in meiner großen Holztruhe zu Hause in Wien, die ich immer wieder gerne öffne, um Rezepte herauszuholen – wie das für zuckersüße Punschkrapferl

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… oder das für Mohnkronen!

Mohnkronen

Süßes habe ich schon als Kind und Teenager geliebt … und Mohnkronen ganz besonders!

(Mini-)Mohnkronen aus Topfen-Butterteig

Zutaten für den Teig (ca. 25 Stück):
250 g Mehl (ich nehme helles Dinkelmehl)
250 g Margarine (ich nehme 200 g Butter)
250 g (Mager-)Topfen/Quark
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung:
¼ l Milch
100 g Zucker (ich nehme zusätzlich 1 P. Vanillezucker)
250 g Mohn (gemahlen)
(ev.) 2 EL Rosinen
Zimt, geriebene Bio-Zitronenschale, 2 EL Rum

1 Eigelb (mit etwas Milch verquirlt) zum Bestreichen
Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung:
Auf dem Brett einen Topfenbutterteig zubereiten (Mehl mit Butter „abbröseln“, dann Topfen und Salz unterkneten). Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Für die Füllung Milch und Zucker in einem Topf aufkochen, Mohn, Rosinen (wer mag), Gewürze und Rum untermengen. Von der Herdplatte ziehen und auskühlen lassen.

Den Teig rechteckig ausrollen, der Länge nach in ca. 3 Streifen schneiden. Diese (mittig) mit Fülle bestreichen. Teigränder (leicht überlappend) darüberklappen und sanft andrücken. Umdrehen (Schnittkante liegt unten), kleine Stücke abschneiden, diese wiederum 2-3 x einschneiden.

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Mohnkronen leicht gebogen auf 2 mit Backpapier ausgelegte Bleche legen, mit Eigelb bestreichen und bei 200°C (Ober-/Unterhitze) nacheinander (oder bei 180°C Heißluft beide Bleche gleichzeitig) ca. 20 Minuten goldbraun backen. Auskühlen lassen und mit Staubzucker bestreut servieren.

Das war’s für heute.

Schönen Abend noch!
LG Daniela

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