Alt-Wiener Patzerl – Gugelhupf

Weil’s bei uns zu Hause kein Allerheiligen ohne süßes Hefeteig-Gebäck* geben darf, habe ich gestern einen Gugelhupf aus Hefeteig gebacken, dessen Kranzform im Christentum für Hoffnung, das ewige Leben und die Unendlichkeit steht …

*Traditionell werden an diesem Tag sogenannte „Allerheiligen“- Striezel & Striezelchen gebacken, deren Zopfform symbolischen Charakter hat (mehr Infos darüber findet ihr hier klick!).

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Alt-Wiener Patzerlgugelhupf – eine Mehlspeisenspezialität aus dem Alten Wien mit vier verschiedenen Füllungen 😋: Mohn, Nuss, Topfen (Quark) & Powidl (Pflaumenmus). „Patzerl“ bedeutet übrigens „eine kleine Menge von etwas/ein bisschen“ 😉!

Die Original-Zubereitungsart ist relativ aufwendig: Die vier Füllungen werden nämlich „patzerlweise“ in ca. 20-24 kleine Teigstücke gepackt (ähnlich wie Buchteln) und dann in die Form geschichtet. Ich hab’s mir ein bisschen leichter gemacht und den Teig für den Gugelhupf „einfach wie einen Strudel“ gerollt 😉 …

„Gestrudelter“ Alt-Wiener Patzerlgugelhupf à la linzersmileys 😊

Zutaten für den Teig:

  • 450 g helles Dinkelmehl
  • 1/2 TL Salz
  • 2 TL Backpulver
  • 1 P. Vanillezucker
  • 100 g Feinkristallzucker
  • fein geriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • 80 g Butter, geschmolzen
  • 200 ml Milch, lauwarm
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 1 Ei
  • 1 EL Rum

für die Mohn-Füllung:

  • 100 g Mohn, gerieben oder gequetscht
  • 2 EL Semmelbrösel/Paniermehl
  • 1/2 P. Vanillezucker
  • 2 EL Feinkristallzucker
  • 1/8 l heiße Milch
  • optional: 1 EL Rum
  • optional: 1/2 TL Zimt

für die Nuss-Füllung:

  • 100 g Haselnüsse, geröstet und gerieben (wer möchte, kann auch geriebene Walnüsse verwenden!)
  • 2 EL Semmelbrösel/Paniermehl
  • 1/2 P. Vanillezucker
  • 2 EL Feinkristallzucker
  • 1/8 l heiße Milch
  • optional: 1 EL Rum
  • optional: 1/2 TL Zimt

für die Topfen-Füllung:

  • 125 g Topfen/Quark (hier: mit 20% Fett)
  • 1 Eigelb
  • 1 P. Vanillezucker
  • 1 1/2 EL Feinkristallzucker
  • 1 TL fein geriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • optional: 1 EL Rum

außerdem:

  • ca. 12 (gehäufte) TL Powidl/Pflaumenmus (ev. mit etwas Rum & Zimt verfeinert)
  • 1 große! Gugelhupfform, gut eingefettet und leicht bemehlt

Zubereitung:

In einer großen Rührschüssel alle Zutaten (Hefe einfach mit den Fingern zerbröckeln) mit den Knethaken eines Handmixers so lange zu einem glatten Teig kneten, bis dieser Blasen schlägt und sich vom Schüsselrand löst. Zudecken und für ca. 30 Minuten gehen lassen. Den Teig anschließend nochmals kurz durchkneten. Zudecken und nochmals für ca. 1 Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllungen (Mohn, Nuss & Topfen) vorbereiten. Dafür jeweils alle Zutaten in 3 kleine Schüsseln geben, gut verrühren und beiseitestellen.

Den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen. Mit kleinen Löffeln darauf dann abwechselnd die Füllungen geben (Powidl nicht vergessen 😉!) – dabei oben einen Rand von ca. 3-4 cm und seitlich Ränder von ca. 1-2 cm frei lassen.

Anschließend die seitlichen Ränder ein wenig einschlagen und den Teig zu einem Strudel einrollen. Diesen dann vorsichtig in die Gugelhupfform legen (dabei hat mir mein Mann geholfen 😉) und gleichmäßig in die Form drücken. Den Teig mit einem Spieß mehrmals bis zum Boden einstechen.

Den Gugelhupf im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) auf der untersten Schiene ca. 1 Stunde backen. Den Kuchen vor dem Stürzen etwa 15 Minuten in der Form ruhen lassen. Auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen und mit Staubzucker bestreut servieren.

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