„Betrunkene Elisabeth“


„Betrunkene Elisabeth“ wäre wohl die hochdeutsche Übersetzung von „Besoffene Liesl“. Und weil jetzt immer noch nicht alle wissen, WORUM (und nicht um wen) es hier geht, möchte ich in Folge gerne erklären bzw. zeigen, WAS (und nicht wer) DAS nun ist …

Also, die Liesl ist ein Kuchen aus (Nuss-)Biskuitteig und sie ist deshalb „besoffen“, weil man sie nach dem Backen mit Glühmost (das ist heißer, mit Zimt, Nelken und Zitronenschale gewürzter Apfel- oder Birnenmost/Apfel- oder Birnenwein) tränkt.

Besoffene Liesel

Danach muss die Liesl im Kühlschrank gut durchkühlen!  Ganz besonders lecker schmeckt sie, wenn man sie vor dem Servieren mit etwas Schlagobers/Schlagsahne garniert.

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Übrigens: Man kann statt Gühmost auch Glühwein verwenden, dann ist der Kuchen allerdings keine „Besoffene Liesl“, sondern ein BESOFFENER KAPUZINER ;-)!

Besoffene Liesl

Zutaten:
6 Eier
200 g Feinkristallzucker
1 P. Vanillezucker
Schale und Saft einer halben Bio-Zitrone
1 TL Zimt
150 g helles Dinkel- oder Weizenmehl
2 TL Backpulver
150 g Haselnüsse, geröstet und fein gerieben

zum Tränken:
3/8 l Birnen- oder Apfelmost
Schale und Saft einer halben Bio-Zitrone
3 EL Zucker
1 P. Vanillezucker
5 Gewürznelken
1 Zimtrinde
2-3 EL Rum

1 Springform (Durchmesser 22 cm), mit Backpapier ausgelegt

Schlagobers/Schlagsahne zum Garnieren

Zubereitung:
Die Eier trennen. Eiweiß mit der Hälfte des Zuckers steif schlagen. Eigelb mit dem restlichen (Vanille-)Zucker cremig rühren, Zitronenschale und -saft sowie Zimt hinzufügen. Mehl, Backpulver und Nüsse vermischen und unter die Eimasse heben. Teig in die Springform füllen und im vorgeheizten Ofen bei 190°C (Ober-/Unterhitze) ca. 45 Minuten goldgelb backen (Nadelprobe!). Auskühlen lassen, mit einem Metallspieß mehrmals einstechen und mit dem heißen Glühmost* übergießen.

*Hierfür alle Zutaten (außer dem Rum) aufkochen lassen, von der Herdplatte ziehen, zudecken und die Gewürze für ca. 10 Minuten ziehen lassen. Zum Schluss den Rum hinzufügen und den Most durch ein Sieb seihen.

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Für die Zubereitung des Kuchens habe ich Birnenmost/Birnenwein aus dem Mostviertel (Niederösterreich) verwendet, ein Mitbringsel von einem Familienausflug nach Ardagger, einer kleinen Marktgemeinde, die an der Moststraße liegt (im Bezirk Amstetten, NÖ). Dort gibt es nicht nur das sehenswerte, über 950 Jahre alte Stift Ardagger, …

Stift Ardagger_Birne

… sondern auch das MostBirnHaus, eine Erlebniswelt für Alt & Jung, in der sich alles um die Mostbirne & das Mostviertel dreht. In der Spezerei hat man außerdem die Möglichkeit, Most aus der Region zu verkosten und einzukaufen 😉 .

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Also dann … Prost!

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