Nicht draußen, aber auf dem Teller: Schneeballen!

Was für ein Winter! Weit und breit kein Schnee in Wien. Kein Schnee zum Schlittenfahren oder zum Schneemannbauen und auch keiner für wilde Schneeballschlachten.

Ach, ihr lieben Schneeflöckchen,
wann kommt ihr geschneit?
Ist euer Weg denn wirklich sooo weit???

Wiener Prater, im Winter, Schnee, angezuckerte Wiesen

Bisher waren die Wiesen im Wiener Prater gerade mal „angezuckert“ … und das auch nur für kurze Zeit. Aber vielleicht gibt’s ja jetzt in den Semesterferien noch eine weiße Winter-Überraschung?!

Schön wär’s!

In der Zwischenzeit müssen wir uns halt ein paar Schneeballen backen. Und das am besten nach Rothenburger Vorbild!

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Eine passende Form dafür habe ich mir während eines Aufenthalts in Rothenburg ob der Tauber im Sommer 2018 besorgt. Dort sind Schneeballen nämlich DIE Spezialität – und das nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahr über 😉.

Rothenburg ob der Tauber, mittelalterliche Stadt in Deutschland, berühmt für ihre Schneeballen, Original Rothenburger Schneeballen

Also: Auf zum fröhlichen Schneeballenbacken!

Zutaten für 8-10 Stück:
2 Eier
50 g Feinkristallzucker
1 P. Vanillezucker
1 EL Sauerrahm/Saure Sahne
1 EL Rum (in Rothenburg wird Zwetschgenwasser verwendet)
50 g Butter, geschmolzen
250 g helles Dinkelmehl (oder Weizenmehl)

außerdem:
1 Schneeballform oder Schaumlöffel
ca. 1 l Öl (geschmacksneutral, hier: Rapsöl) zum Frittieren der Schneeballen
Küchenrolle
Staubzucker (mit Vanillezucker vermischt) zum Bestreuen

Zubereitung:
Eier und (Vanille-)Zucker schaumig schlagen, zuerst Rahm und Rum, dann die abgekühlte, flüssige Butter nach und nach hinzufügen.
Etwa die Hälfte des Mehls unterrühren, den Rest mit den Händen zu einem glatten und elastischen Teig kneten. Diesen in Frischhaltefolie wickeln und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Den Teig anschließend in 8-10 Stücke teilen. Jedes Teigstück auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche rund und relativ dünn ausrollen. Mit einem gezackten Teigrädchen ca. 1 cm breite Streifen in die Teigplatte schneiden (der Teigrand darf dabei nicht durchschnitten werden). Dann mit Daumen und Zeigefinger den ersten Streifen hochheben, dann den dritten, den fünften usw. dazunehmen (also immer einen Streifen auslassen ;-)), bis alle Streifen locker an der Hand hängen. Dieses „Teigknäuel“ in die untere Hälfte der Schneeballform (oder eines Schaumlöffels) legen, den zweiten Teil der Form darüber klappen und im (nicht zu) heißen Öl ca. 4 Minuten lang goldgelb backen. Gut abtropfen lassen und auf einen (mit Küchenpapier ausgelegten) Teller geben. Mit den anderen Teigstücken genauso verfahren.

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Die Schneeballen rundherum mit Staubzucker bestreuen und bis zum Verzehr in einer gut verschlossenen Dose an einem kühlen Ort aufbewahren. So halten sie sich auch über einen längeren Zeitraum frisch 😉 .

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Übrigens: Schneeballen gehören auch in Österreich zum Brauchtumsgebäck und werden neben Krapfen & Co. gerne in der Faschingszeit zubereitet!

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Xeniana sagt:

    Die hab ich so oft in Rothenburg gegessen. Danke für das Rezept .
    Hier gibt es auch keinen Winter, dafür Dauerregen….
    Klimawandel?

    Gefällt 1 Person

    1. Freut mich, wenn ich mit meinem Beitrag kulinarische Erinnerungen bei dir wecken konnte 🙂 !
      In Wien herrscht gerade „Kaiserwetter“. Die Sonne strahlt und die Temperaturen sind frühlingshaft mild – herrlich, aber halt überhaupt nicht typisch für Anfang Februar … und so fahren die Kinder im Prater statt mit dem Schlitten mit dem Fahrrad …

      Liebe Grüße
      Daniela

      Liken

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