Süßer Knödel – Genuss in „ROT-WEIß-ROT“

Wer in Österreich lebt oder hier schon mal „gewinterurlaubt“ hat, der kann ihn nicht nicht kennen, den Germknödel. Mit Powidl gefüllt, mit zerlassener Butter oder (noch besser 😊!) mit reichlich Vanillesoße übergossen und mit viel Mohnzucker bestreut ist er seit Jahrzehnten ein kulinarischer Dauerbrenner, der schon so manch hungriges Zucker-Mäulchen (meines mit eingeschlossen 😋!) gestopft hat.

Allerdings ist das, was hierzulande auf den Tisch kommt, sehr oft ein Fertigprodukt aus der Tiefkühltruhe, das – ja, ich gebe es zu – recht passabel schmeckt, aber letztendlich doch ein industriell gefertigtes Produkt ist. Und da bekanntlich nichts über Selbstgemachtes geht, habe ich beschlossen, für die Bloggerinnen-Aktion „Genuss in Rot-Weiß-Rot“, bei der wir uns dieses Mal mit dem wunderbaren Thema KNÖDEL beschäftigen (ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Friederike von Fliederbaum fürs Initiieren!), ein paar Germknödel erstmals selbst zuzubereiten … und das zum Glück mit Erfolg! Platz hatte ich nämlich nicht viel zur Verfügung, denn das „Unternehmen“ musste in meiner provisorisch eingerichteten „Kochnische“ stattfinden …

Wer wissen möchte, warum ich im Moment ohne „richtige“ Küche bin, kann das übrigens in diesem Post hier (klick!) nachlesen 😉.

Was die Zutaten für den Germknödel-Teig anbelangt, habe ich (wie schon so oft) das alte Kochbuch meiner Großmutter zurate gezogen und die Mengenangaben ein wenig adaptiert.

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Germknödel – eine Spezialität mit böhmischen Wurzeln aus der österreichischen Mehlspeisküche 😍

Zutaten (für 4 mittelgroße Knödel):

  • 250 g Weizenmehl (hier: halb griffig, halb glatt)
  • 1/4 TL Salz
  • 1 EL Zucker
  • 1 P. Vanillezucker
  • 30 g Butter, zerlassen
  • 1 Ei
  • 1/16 l Milch (lauwarm)
  • 1/4 Würfel Germ/Hefe

Zusätzlich werden noch ca. 4 gehäufte TL Powidl/Pflaumenmus (ev. mit etwas Rum und Zimt verfeinert) zum Füllen sowie Vanillesoße oder zerlassene Butter und Mohnzucker (hierfür einfach 4 TL geriebenen Mohn, 6 TL Staubzucker und 1/2 P. Vanillezucker vermischen) zum Servieren benötigt.

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Knödelteig zuerst in einer Schüssel mit den Händen grob vermischen, dann auf einer Arbeitsfläche zu einem glatten, aber ziemlich festen Teig kneten. Zudecken und mindestens 1 Stunde lang gehen lassen.

Den Teig anschließend in 4 gleich große Stücke teilen. Jedes Teigstück etwas flach drücken, mit Powidl füllen, gut verschließen und mit der Nahtseite nach unten auf ein leicht bemehltes Brett legen. Zudecken und nochmals ca. 30 Minuten lang gehen lassen.

In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Die Knödel einlegen (am besten mit der gewölbten Seite nach unten) und zugedeckt ca. 5-6 Minuten kochen lassen. Danach die Knödel mit einer Nadel mehrmals einstechen (damit soll das Zusammenfallen verhindert werden), umdrehen und für weitere 5-6 Minuten offen garziehen lassen.*

Die Knödel mit einem Schaumlöffel herausheben, am besten in tiefe Teller legen, mit zerlassener Butter oder Vanillesoße übergießen, mit Mohnzucker bestreuen und sofort servieren.

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Mahlzeit!

*Eine andere Art, Germknödel zu kochen ist übrigens folgende: Einen großen Topf nur halb mit Wasser füllen und ein Tuch straff darüber spannen. Das Wasser zum Kochen bringen, die Knödel auf das Tuch legen, mit einem passenden Topf zudecken und über Dampf garziehen lassen. Wer einen Dampfgarer besitzt, kann stattdessen natürlich auch diesen verwenden 😉.

***

Falls nun jemand Lust auf mehr österreichischen Knödel-Genuss bekommen hat: Wenn ihr euch bei meinen lieben Bloggerkolleginnen umschaut, werdet ihr weitere köstliche süße sowie salzige Knödel-Rezepte finden!

Mit von der Partie bei „Genuss in Rot-Weiß-Rot“ sind dieses Mal …

Friederike von Fliederbaum mit Rotkrautknödeln, Susi von Turbohausfrau mit einem Serviettenknödel, Michaela von GenussAtelierLang mit Nougatknödeln, Maria von DasMädelvomLand mit Apfelknödeln, Brigitta von BrigittasKulinarium mit Wallerknödeln und Veltlinersauce, Julia von BackeBackeKuchen mit Spinatknödeln und Christina von theApricotLady mit Waldviertler Erdäpfelknödeln aus dem Dampfgarer.

Viel Spaß beim Durchkosten!

Daniela #linzersmileys 😊

15 Kommentare Gib deinen ab

  1. Friederike sagt:

    Germknödel hab ich noch nie selbst gekocht, du machst das ganz toll!! Du kochst sie also in so wenig Wasser, dass sie nur halb drin liegen? Das finde ich interessant und werde ich unbedingt ausprobieren!
    Danke dir fürs Mitmachen und lg

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    1. Liebe Friederike,
      du kannst ruhig auch ein wenig mehr Wasser verwenden – die Knödel schwimmen oben. Wichtig ist, dass du nicht zu viele Knödel auf einmal einlegst – sie gehen beim Kochen noch ein bisschen auf und brauchen dafür ausreichend Platz ;-).
      LG Daniela

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  2. Brigitta Reiter sagt:

    Liebe Daniela ich würde am liebsten in Deinen Teller rein kriechen! Meine liebe Schwiegermutter war eine Germknödelspezialistin und ich habe mich bei Ihr regelmäßig „überfressen“ damit! Selbst habe ich sie noch nie so perfekt und gut zusammen gebracht, ich glaube, es lag an der Kochweise. Deine Idee mit dem Tuch und Dampf greife ich jetzt einmal auf und werde mich nochmals daran wagen. Schaun wir einmal, ob sie mir dann auch so gut gelingen.
    Liebe Grüße Brigitta

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    1. Liebe Brigitta,
      die Idee mit dem Tuch habe ich aus einem alten Kochbuch, das aus einer Zeit stammt, in der es noch keine modernen Dampfgarer gab ;-). Selbst habe ich diese Methode noch nicht ausprobiert – sie klingt aber interessant und ich kann mir gut vorstellen, dass sie recht gut funktioniert.
      LG Daniela

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  3. turbohausfrau sagt:

    Ich gestehe, ich habe Germknödel noch nie selber gemacht. Das ist immer ein Außer-Haus-Essen bei mir, in frühen Tagen habe ich sie auch aus dem Tiefkühler gekauft, gestehe ich zu meiner Schande. Aber die klingen gar nicht kompliziert! Ich gelobe Besserung und werde sie nachmachen.

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    1. Liebe Susi,
      auch für mich war’s eine „Premiere“!
      Tatsächlich ist es nicht schwierig, Germknödel zuzubereiten. Man braucht nur wenige Zutaten, der Teig ist schnell gemacht und lässt sich gut verarbeiten. Ich glaube, die einzige Schwierigkeit besteht darin, dass sie beim Kochen nicht zusammenfallen, was mir – Gott sei Dank – nicht passiert ist – aber vielleicht hatte ich nur „Anfängerglück“?! Falls du einen Dampfgarer hast, kannst du sie darin zubereiten. Ich denke, auf diese Weise behalten sie auf jeden Fall ihre Form ;-).
      LG & gutes Gelingen … Daniela

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  4. Liebe Daniela, deine Germknödel sehen ja köstlich aus. Auch ich muss gestehen, dass ich sie noch nie selbst gekocht habe und werde das natürlich ändern.
    Liebe Grüße, Michaela

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    1. Fein :-), dann bleibt mir nur, dir gutes Gelingen zu wünschen, liebe Michaela!
      LG Daniela

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  5. Julia sagt:

    Jö, wie herrlich! Beim Anblick von deinen Germknödeln schießen mir sofort unzählige Erinnerungen durch den Kopf. Vielen Dank dafür, dein Rezept nehme ich mir gerne mit 🙂
    Liebe Grüße, Julia

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    1. Das freut mich, liebe Julia! Herzlichen Dank für deinen Kommentar!
      LG Daniela

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  6. Mir geht es wie den anderen hier, ich hab sie auch noch nie selbst gemacht! Schande!
    Jetzt weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll bei so vielen tollen Knödeln… 😉
    Alles Liebe!

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    1. Ja, wer die Wahl hat, der hat die Qual …!
      Dir auch alles Liebe!
      LG Daniela

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  7. Wie der Germknödel da vom Teller lacht – wundervoll!
    Der will doch zu mir.. yummy
    lG
    Christina

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